Meine Arbeitshaltung - Dr. Martin Swoboda & Mag. Carolin Unger-Swoboda

Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie
Dr.  Martin  SWOBODA   &    Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA
4910 Ried im Innkreis    -    Schwanthalergasse 8
Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie

Dr.  Martin  SWOBODA   
&    
Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA

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Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA
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M E N S C H  &  F A M I L I E
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Meine Arbeitshaltung

Mag. Carolin Unger-Swoboda

Ich mag Menschen und ich mag Geschichten.

Schon früh faszinierten mich Geschichten und ihre Sprachformen in der menschlichen Beziehungsgestaltung. Bedeutsam wurde mir zusehends auch die  Erkenntnis, dass alles das, worum es sich in der psychotherapeutischen Arbeit dreht, gleichsam Erzählungen, Geschichten, Narrationen sind.

Geschichten, Anekdoten und Metaphern bieten die Möglichkeit, auf indirekte, unaufdringliche und respektvolle Weise beim Klienten erwünschte Veränderungen anzuregen. Schließlich dienen Geschichten als Modell für das Denken, Verhalten und Fühlen.

Die Geschichten lehr(t)en mich, mich mit Sprache, Kommunikation und anderen Elementen der Beziehungs- und Erlebensgestaltung intensiver auseinanderzusetzen.

Die wissenschaftlichen Grundlagen konnte ich durch das Studium der Psychologie in Wien erwerben, das therapeutische Handwerkszeug im Rahmen meiner Psychotherapieausbildung und die Kunst des Praktizierens in Demut und Achtung von meinen KlientInnen. In den Worten von Woltemade Hartmann gesprochen:“ psychology and psychotherapy – studied as a science, but practice as an art“.

Menschliche Informationsverarbeitung findet auf verschiedenen Ebenen statt: dem bewussten und willentlichen Denken (Planung, Analyse), den vorbewussten Werten (Glaubenssysteme wie Ideale) und auf einer Reihe von unbewussten Ebenen, wie der Trance oder dem Traum. Diese Ebenen sind gekennzeichnet durch gesprochene oder geschriebene Alltagssprache, Bilder, Erinnerung von Träumen.

Geschichtenerzählen als Werkzeug therapeutischer Veränderung wurde vor allem durch Milton Erickson bekannt, in dessen oft wie Zauberei anmutender Arbeit es einen breiten Raum einnahm. Hypnotherapie beschäftigt sich mit der Sprache als Zugang nicht nur zu den bewussten, sondern auch zu den unbewussten Schichten des Denkens und nutzt die Möglichkeit, auf mehreren Ebenen gleichzeitig mit dem Klienten zu kommunizieren. Die Suggestion von Bildern ist ein  weiterer wichtiger Bestandteil der Hypnotherapie. Auch die Poesie bedient sich bildhafter Sprache und ist außerdem der Musik durch den Rhythmus ihrer Worte verwandt. Menschen beschreiben ihre emotionale Verfassung mit Metaphern.

Geschichten, Metaphern und Symbole sind hilfreiche Elemente einer Psychotherapie. Innere Bilder beeinflussen die emotionale Befindlichkeit eines Menschen wesentlich stärker als das kognitive Denken. Das Bild ist prälogisch und es transportiert eine Vielzahl von Informationen gleichzeitig.

Durch meine Ausbildung in Hypnotherapie finden diese Elemente Eingang in mein therapeutisches Wirken.
Meine berufliche Heimat  sehe ich in der systemischen Psychotherapie.

Systemische Theorien berücksichtigen philosophische Grundlagen und wissenschaftliche Erkenntnisse.

In der Systemischen Therapie führt das konstruktivistische Denken dazu, dass prinzipiell nicht von Wahrheiten gesprochen wird. Die Therapeutin stellt Hypothesen auf und schlägt neue Wirklichkeitskonstruktionen vor, die dem System (Individuum, Familie, Paar, Team, Organisation,...) mehr Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Das Hauptkriterium für eine passende Hypothese ist demnach nicht, ob es wahr, sondern ob es nützlich ist.

In den Worten von Hermann Hesse gesprochen:
Wahrheit kann nicht vermittelt werden,
denn „von jeder Wahrheit ist das Gegenteil ebenso wahr“.

Insofern ist der Konstruktivismus nicht nur ein theoretisches Gebilde für interessante philosophische Gespräche, sondern vielmehr ein ernst zu nehmendes und – systemisch gesprochen – sehr nützliches Modell zur Erklärung unserer Wirklichkeit. Es hat den Aufforderungscharakter, unsere Wahrnehmungen und inneren Haltungen mehr zu hinterfragen, uns bewusster mit dem Leben auseinanderzusetzen und uns immer wieder neu zu „er-finden“.
Zu der Erkenntnis, wie ich sie gerade beschrieben habe, ist man nicht erst jetzt gekommen.

Schon der griechische Philosoph Epiktet stellt fest: „Nicht die Dinge an sich beunruhigen den Menschen, sondern seine Sicht der Dinge.“

Weiters haben die Entwicklungen in der Kybernetik klar gezeigt, dass die Beobachtung nie unabhängig vom Beobachter ist und dass die Beobachtungen des Beobachters immer von seinen Überzeugungen beeinflusst sind.

Sprache spielt beim Aufbau von Wirklichkeitskonstruktionen eine zentrale Rolle.

Sie ist deswegen so zentral, weil sie uns nicht nur im eigenen Erleben ermöglicht, über uns nachzudenken, sondern auch, weil sie als Medium der Kommunikation den Zugang zu psychischen Prozessen anderer Menschen eröffnet, die ansonsten von außen undurchschaubar wäre.

Dieses Reich der Sprache bringt es mit sich, dass wir es immer mit zwei verschiedenen Ebenen zu tun haben, mit den Dingen und mit dem Sprechen über die Dinge.
Eine wichtige Sprachform ist der Witz. Eben dadurch, dass der Witz sich souverän über Sinn und Logik einer bestimmten Weltauffassung hinwegsetzt, erschüttert er die Ordnung jener Welt und kann so zum Instrument des Wandels werden.

Kurt Ludewig hat wunderbare Leitkriterien für therapeutisches Handeln geprägt, die mich in meinem Tun leiten und mich in meiner Haltung den KlientInnen gegenüber begleiten:

Nutzen, Respekt und Schönheit.

Nutzen als Ziel der Therapie,
Respekt als Grundhaltung der Therapeutin und
Schönheit als Gestaltungsprinzip der Interventionen.


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fax: +43 77 52 - 84 222 - 22
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