Was wir tun - wofür wir stehen - Dr. Martin Swoboda & Mag. Carolin Unger-Swoboda

Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie
Dr.  Martin  SWOBODA   &    Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA
4910 Ried im Innkreis    -    Schwanthalergasse 8
Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie

Dr.  Martin  SWOBODA   
&    
Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA

4910 Ried im Innkreis    -    Schwanthalergasse 8
Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie
Dr.  Martin  SWOBODA   &    
Mag.  Carolin  UNGER - SWOBODA
4910 Ried im Innkreis    -    Schwanthalergasse 8
M E N S C H  &  F A M I L I E
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Was wir tun - wofür wir stehen

Dr. Martin Swoboda

Im Rahmen meiner fachärztlichen Tätigkeit gibt es Schwerpunkte, derer ich mich bereits seit Beginn meiner ärztlichen Ausbildung intensiv annehme und die zu meinen "Spezialgebieten" zählen - Sie dürfen sich bei Konsultation in diesen Themengebieten ein hohes Maß an Expertise in meiner Betreuung erwarten.

Wir bieten auch an, in diesen Themenbereichen neben der Betreuung durch Ihren gewohnten FrauenärztIn, dem/der Sie seit langem vertrauen und den/die sie auch weiter konsultieren möchten, eine sogenannte "Zweitmeinung" ("second opinion") in unserer Spezialpraxis einzuholen.


Gebärmutterhals   -   PAP-Abstrich   -   HPV-Test   -   "auffälliger PAP" - was nun ?

In Österreich haben wir die glückliche Situation, dass sehr viele Frauen ein großes Gesundheitsbewußtsein haben  und die empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen verlässlich wahrnehmen.

In unserer Praxis führen wir die Vorsorge des Gebärmutterhalscarcinomes mittels der etablierten PAP-Abstrichentnahme durch.

Die PAP-Abstriche werden dabei von hochqualifiziertem Personal und FachärztInnen für Pathologie an der Vinzenz-Pathologie am Krankenhaus Ried befundet.

Im Falle von auffälligen Ergebnissen bedeutet dies glücklicherweise nicht, dass Sie deshalb unabdingbar von einer ernsthaften Erkrankung betroffen sind. Sehr oft kann durch geeignete therapeutische Maßnahmen oder auch durch die Selbstheilungskräfte des Körpers ein verursachendes HPV-Virus eliminiert und eine Vorstufe einer ernsten Erkrankung zum Verschwinden gebracht werden.

Auffällige Befunde werden an unserer Praxis eingehend besprochen und erklärt.

In der Folge findet dann die weiterführende Abklärung gleich an meiner Ordination statt mittels ...

  • Kolposkopie (Beurteilung des Gebärmuttermundes in der Auflichtvergrößerung)



  • gezielter Probenentnahme oder 4-Quadranten-Biopsie
  • HPV-Diagnostik auf das Vorliegen von HPV 16, 18 oder weiterer high-risk-HPV-Viren.
 
Der aktuell von den vielen Labors durchgeführte HPV-Test der Fa. Roche (cobas Roche) entdeckt z.B.
die "gefährlichen" HPV-Typen 16 und 18 mit hoher Genauigkeit - und weiters auch noch 12 andere high-risk-HPV-Typen:


Wir führen den HPV-Test auch häufig leitlinienkonform in Situationen durch, in denen uns der alleinige PAP-Abstrich zu wenig Sicherheit bietet
und wir einschätzen wollen, ob tatsächlich eine Gefährdung der Gesundheit besteht, z.B. beim ...
  • PAP III
  • PAP II mit eingeschränkter Beurteilbarkeit


Als Alternativen zum üblichen PAP-Cervixcarcinomscreening bieten wir - wenn dieser Wunsch an uns von der Frau herangetragen wird

  • ein primäres HPV-Screening (HPV-Test statt PAP-Abstrich) oder
  • ein kombiniertes Screening (PAP UND HPV-Test) an - z.B. als Dünnschicht-PAP + HPV


Bei diesen Alternativen (Dünnschicht, PAP+HPV, primäres HPV-Screening) werden die Kosten der Laborleistungen (Dünnschicht-PAP, HPV-Test, ...)
von den Kassen nicht übernommen und die von uns mit der Analyse beauftragten Speziallabore stellen diese Leistungen zusätzlich zu unserem
Wahlarzthonorar direkt der Patientin in Rechnung.


 Oft kann heute bei auffälligem PAP nach erfolgter Abklärung auch gleich eine geeignete Therapie angeboten werden.

Entscheidet sich eine Patientin gegen das früher oft durchgeführte „watch & wait“ (Abwarten des Verlaufes und hoffen auf die Selbstheilung) und wünscht schon bei frühen Veränderungen wie z.B. einer CIN I° oder CIN II° eine Therapie, können – natürlich nach entsprechender Aufklärung über damit verbundene Risiken und Erfolgsraten – u.a. Imiquimod (ein lokales Medikament gegen HPV-Viren) oder Trichloressigsäure angewendet werden. Diese Therapien wurden vor allem durch den Cervix-Neoplasie-Spezialisten Prof. Paul Speiser, Wien, in die klinische Praxis überführt und mit Erfolg angewendet und publiziert.

In einigen Fällen wird auch eventuell eine sehr „zarte“ lokale Gel-Therapie mit einem Vaginalgel für 3 Monate bereits ausreichend sein (Deflagyn ®).

Ist die betroffene Stelle am Muttermund klar in der Kolposkopie lokalisierbar, kann die Excision der Stelle am Muttermund durch einen kleinen und gleich in der Praxis möglichen elektrochirurgischen Eingriff („Elektroschlinge“) erfolgen. Dazu ist unsere Praxis mit einem hochwertigen Elektrochirurgiegerät der deutschen Firma ERBE ausgestattet.

Sollten die Vorstufen doch eine weitere Progredienz zeigen und ein weiterführender Eingriff nötig werden, überweise ich die Patientinnen an meine „Heimatabteilung“, die Gynäkologie Ried im Innkreis (Prim. Dr. W. Dirschlmayer) – einer hervorragenden Gyn-Abteilung mit großer Expertise in der Behandlung von gynäkologischen Tumorerkrankungen – mit der dort vorhandenen Möglichkeit der Therapie aller Frühformen (Konisation, LLETZ-Konisation, …) aber auch  der leider manchmal in der Vorsorge entdeckten bereits fortgeschritteneren Formen dieser Erkrankung.


Die PAP-Nomenklatur richtet sich nach der neuen
Gyn-Zyto-Nomenklatur 2018  der ÖGZ und ÖGPath/IAP Austria:



HPV-Impfung – Impfen Sie Ihr Kind vor dem 15. Geburtstag !

Da 99 % der Cervixcarcinome durch HPV-Viren verursacht sind empfehlen wir dringend die HPV-Impfung von Mädchen und auch Knaben im lt. österreichischen Impfplan vorgesehenen Alter ab 9 Jahren.

Die Impfung ist sehr risikoarm und der Impfstoff „Gardasil 9“ könnte bis zu 90 % der Cervixcarcinome verhindern – aber auch einen wirksamen Schutz gegen die zwar nicht gefährlichen, aber unangenehmen Feigwarzen (Condylomata) bieten.

Leider findet die Impfung durch die Verabreichung an den Schulen oft zu wenig unterstützende Stimmen und die Immunisierungsrate in Österreich ist erschreckend gering.

Dabei würden bis zum 15. Geburtstag nur 2 Teilimpfungen nötig sein und bei früher Impfung in diesem Zeitraum eventuell ein jahrzehntelanger Schutz induziert werden.

Das Impfschema wird als "2-Dosen-Impfschema" oder "0-6-Schema" bezeichnet:

1. Teilimpfung
2. Teilimpfung: 6 Monate nach der 1. Teilimpfung (zwischen 5 und 13 Monate nach der 1. Teilimpfung)


Wird die Schulimpfung „versäumt“ oder durch kritische Stimmen „verleidet“ (was leider im Schulsystem häufig vorkommt), besteht immer noch für die verantwortungsbewußten Eltern die Möglichkeit, die Impfung über die Gesundheitsämter (in Ried: Amtsärztin an der Bezirkshauptmannschaft Ried) für den deutlich reduzierten Preis von 50,-- EUR pro Impfung (also 100,-- EUR gesamt) nachzuholen. Dies geht aber nur bis zum 15. Geburtstag !

Ist die Frist des 15. Geburtstages versäumt, müssen 3 Teilimpfungen zu jeweils etwas über 200,-- EUR durchgeführt werden.

Daher ist der 15. Geburtstag ein sehr wichtiges Datum, bis zu dem Ihr Kind gegen die häufigsten HPV-Viren immunisiert sein sollte!



Ist der 15. Geburtstag Ihres Kindes bereits vorüber und möchten Sie Ihr Kind impfen lassen,
stelle ich Ihnen gerne Rezepte für den Impfstoff aus und Sie besorgen den Impfstoff in der
Apotheke. Ab dem 15. Geburtstag werden 3 Teilimpfungen benötigt.

Sie werden in der Apotheke um die 200,-- EUR pro Gabe für diesen hochwertigen  Impfstoff
investieren müssen.

Man spricht vom "3-Dosen-"  oder "0-2-6 - Schema":

1. Teilimpfung
2. Teilimpfung:  2 Monate nach der 1. Teilimpfung  (frühestens  1 Monate nach der 1. Teilimpfung)
3. Teilimpfung:  6 Monate nach der 1. Teilimpfung (frühestens 3 Monate nach der 2. Teilimpfung - spätestens 1 Jahr nach der 1. Teilimpfung)
Alle 3 Impfungen sollen innerhalb von 12 Monaten verabreicht worden sein.

Da mir die Impfung ein großes Anliegen ist, impfe ich Ihr Kind dann mit dem mitgebrachten
Impfstoff KOSTENLOS und mache auch die entsprechenden Eintragungen in den Impfpaß.


HPV-IMPFUNG NACH KONISATION oder DYSPLASIEN des Muttermundes:

Die höchste Wirksamkeit hat die HPV-Impfung, wenn Sie noch vor dem "Wildviruskontakt" - also noch vor Aufnahme von Geschlechtsverkehr gegeben wird.

Hat sich aber bei einer ungeimpften Frau eine höhergradige Vorstufe oder ein Carcinoma in situ ergeben, das z.B. einer Konisation (einem kleinen Eingriff am Muttermund )  zugeführt werden mußte,  kann es laut einigen Studien sinnvoll sein, nach der Operation bzw. nach Rückgang der Dysplasie zu impfen, um ein Rezidiv (ein Wiederauftreten)  zu verhindern. Einen kurativen (heilenden) Effekt scheint die Impfung nicht zu haben.

Auch in diesen Fällen sind 3 Teilimpfungen nötig nach dem o.g. Schema.
Der Impfstoff kann mittels Rezept von mir in der Apotheke besorgt werden - die Impfung kann dann bei mir in der Ordination erfolgen.


HPV-IMPFUNG bei anderen Gründen ("Indikationen"):

Nach sexuellen Risikokontakten (Gewalt, ...), bei Immunschwäche oder Autoimmunerkrankungen  wird ebenfalls eine Impfung gegen HPV lt. österreichischem Impfplan epfohlen.

Auch in diesen Fällen sind 3 Teilimpfungen nötig nach dem o.g. 3-Dosis-Schema.
Der Impfstoff kann mittels Rezept von mir in der Apotheke besorgt werden - die Impfung kann dann bei mir in der Ordination erfolgen.

Gardasil 9 - Fachinformation

Schwerwiegende Reaktionen auf diesen modernen Impfstoff sind sehr selten;
alle wichtigen Informationen finden Sie bei Interesse in der FACHINFORMATION unter den
nachfolgend zusammengefaßten Österreichischen HPV-Impfempfehlungen:

Den gesamten Impfplan 2020 können Sie hier einsehen:



Mammacarcinomvorsorge:

Das Mammacarcinom ist der häufigste Tumor der Frau.

Ca. 1 von 10 Frauen wird daran im Laufe ihres Lebens erkranken.

Wir führen bei der gynäkologischen Kontrolluntersuchung gerne auf Wunsch eine Tastuntersuchung der weiblichen Brust durch und ermutigen alle Frauen zur regelmässigen Selbst-Tastuntersuchung. Entgegen vielen Stimmen, die behaupten, dass „man beim Tasten alleine nichts entdecken kann“, hat uns die jahrelange Erfahrung gelehrt, dass viele frühe Tumore vor allem bei der Selbstuntersuchung der Frau auffallen und entdeckt werden.

Ultraschall- und Mammographie-Untersuchungen der weiblichen Brust führen wir bewußt NICHT in der Ordination durch.

Diese ein Höchstmaß an Expertise benötigenden Untersuchungen gehören in die Hände derjenigen Fachärzte, die hier die meiste Erfahrung und Ausbildungsexpertise aufweisen: die RadiologInnen.

Schon ein einziger, durch den Gynäkologen bei einer „nebenbei zur Gyn-Routineuntersuchung durchgeführten“ Brust-Ultraschall-Untersuchung unentdeckt gebliebener Befund wäre für uns ein Fall zu viel und daher arbeiten wir in dieser hochverantwortungsvollen Tätigkeit Hand in Hand mit den hervorragenden Radiologie-Ärzten unserer Region. Diese klären sofort und zeitnah alle bei uns erhobenen auffälligen Befunde ab und übermitteln uns sofort elektronisch den  Befundbericht.

Wir ermutigen die Frauen auch dazu, die regelmässigen Screening-Mammographien bei den RadiologInnen wahrzunehmen und führen auch gerne das „opt-in“ bei den Gebietskrankenkassen (also den Screening-Beginn mit 40 Jahren) gerne durch, damit das Screening ausreichend früh beginnen kann. So oft als nötig – so wenig wie möglich.

Bei unbelastender Familienanamnese und guter Beurteilbarkeit des Brustgewebes reicht üblicherweise eine Mammographie mit ggf. –sonographie ab 40 Jahren und dann 2-jährig aus.

In Risikosituationen passen wir das Vorsorge-Intervall bei den Radiologen entsprechend an und überweisen die Frauen entsprechend öfter zu den Kontrollen. Auffallende Befunde werden elektronisch direkt an die meine Ordination übermittelt und dann mit mir besprochen, sodaß wir die weiteren diagnostischen und therapeutischen Schritte gemeinsam planen und besprechen können.

In Hochrisikosituationen (mehrfache Fälle in der Familie, Kombination mit Eierstockkrebs, …) überweisen wir die Patientinnen zur genetischen Beratung an das Brustgesundheitszentrum Ried im Innkreis, wo dann eine Stammbaumanalyse erfolgt und bei gegebener Indikation ermittelt wird, ob eine Trägerschaft des Brustkrebsgenes (BRCA 1 oder 2) vorliegt.

Sollte sich eine Trägerschaft herausstellen, steigt das Erkrankungsrisiko deutlich an und wir besprechen dann mit der Patientin geeignete weitere Vorsorge- oder Therapieschritte.
 
 

Schwangerschaftsbetreuung:

Individuelle Schwangerschaftsbegleitung aufbauend auf dem Mutter-Kind-Paß:

Eine Schwangerschaft ist immer eine ganz besondere Zeit im Leben einer Familie bzw. von Frauen.

In meiner Ordination achte ich sehr darauf, ohne Zeitdruck auf die individuellen Bedürfnisse der mir anvertrauten Familien einzugehen, alle Befunde genau zu erklären und für alle Ihre Fragen zur Verfügung zu stehen. Der Partner ist jederzeit willkommen und gerade bei jungen Familien ergeben sich immer wieder sehr schöne Momente in meiner Praxis, die unseren Weg der familienverbundenen individuellen Betreuung festigen.

Alle in Österreich sozialversicherten Frauen haben Anspruch auf eines der weltweit besten Schwangeschafts-Vorsorgeprogramme, den "Österreichischen Mutter-Kind-Paß".

Ein besonderes Anliegen ist mir dabei aber immer eine persönlichkeits- und risikoadaptierte individuelle Begleitung der jungen Familie aufbauend auf dem gesetzlichen „Basisprogramm“

Das individuelle Betreuungskonzept wird dabei mit der Patientin und dem Partner zusammen auf ihre persönliche Situation und Historie "massgeschneidert" und berücksichtigt die Möglichkeiten der optimalen, moderne Schwangerenbegleitung (Nackentransparenzmessung, Organscreening, Cervixlängenkontrollen, bakteriologische Untersuchungen, ...).

Im Falle einer Risikoschwangerschaft steht mir und meinen FachkollegInnen an der Geburtshilfe des Krankenhauses Ried im Innkreis die komplette Infrastruktur eines Schwerpunktkrankenhauses für Ihre individuelle Betreuung zur Verfügung.

Weiters kooperieren wir natürlich mit den übergeordneten Perinatalzentren am Krankenhaus Wels und an der Johannes-Keppler-Universität Linz.



 
Ultraschalldiagnostik in der Schwangerschaft:

Unsere Ordination betreibt eines der modernsten 3-D-Ultraschallgeräte von einem der weltweit führenden Ultraschallanbieter mit österreichischem 3-D-Know-How.



Viele Spezialausbildungen und internationale Zertifikate im Bereich der Ultraschalldiagnostik in London, Basel und Köln sichern Ihnen eine hohe Qualität meiner Leistungen.

Als einer der ersten am King´s College in London zertifizierten Untersucher habe ich bereits im Jahr 1998 nach einem Studienaufenthalt in London die damals völlig neue Methode der "Nackentransparenzmessung" an der Pränatalambulanz des Krankenhauses Ried etabliert. Frauen über 35 Jahren konnte seither häufig eine Fruchtwasserprobe erspart werden, die bis zu diesem Zeitpunkt routinemäßig in dieser Altersgruppe medizinisch empfohlen wurde. Andererseits kann eine Abklärung auf Down-Syndrom aber auch bei jüngeren Schwangeren gelegentlich notwendig sein, wenn ein erhöhtes Risiko für eine genetische Erkrankung aus dieser Messung abgeleitet werden muss.

2009 wurde Dr. Swoboda zum Ultraschaller der ÖGUM Stufe II akkreditiert. Damit geniesst Dr. Swoboda offiziellen, von der ÖGUM beurkundeten, Expertenstatus im geburtshilflichen Ultraschall!
 

NIPD - Analyse der fetalen  zellfreien DNA im mütterlichen Blut

Bestimmte genetische Auffälligkeiten und Störungsbilder können heute mittels einer einfachen Blutabnahme bei der Schwangeren ab der 10. Schwangerschaftswoche mit  hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, ohne dafür Fruchtwasser oder Placentagewebe entnehmen zu müssen. Diese Methode nennt sich nicht-invasive Pränataldiagnostik (NIPV).

Ab ca. 9+1 (besser: 10+1) Schwangerschaftswochen finden sich ausreichende Mengen an kindlicher, zellfreier DNA (Erbsubstanz) im mütterlichen Blut, die auf bestimmte genetische Auffälligkeiten analysiert werden können.



Die damit mögliche Entdeckungsrate bestimmter Auffälligkeiten (Trisomie 21 = Down´s Syndrome, Trisomie 18 und Trisomie 13) ist sehr hoch (wenngleich niemals 100 %). Für Down-Syndrom liegt sie bei über 90 %.

Wir führen diesen Test nicht routinemäßig bei jeder Schwangeren durch - es kann aber gewisse Situationen geben (z.B. ein Erst-Trimester-Ultraschall-Frühscreening mit sogenanntem "intermediärem Risiko" für Aneuploidien), in denen uns dieser Test ohne Gefährdung des Kindes durch mögliche invasive Methoden (Fruchtwasserentnahme, ...) helfen kann, Erkrankungen des Kindes zu einem hohen Prozentsatz auszuschließen.
 
In bestimmten Fällen führen wir den Test auch schon VOR dem Erst-Trimester-Ultraschall durch („upfront-diagnostic“), um schon VOR dem Ultraschall-Feinscreening im 1. Trimester gewisse Erkrankungen – i.w. Down-Syndrom – zu über 90 % ausgeschlossen zu haben. Für uns ist dieser Test aber niemals  ein "stand-alone-Test" und sollte immer in Verbindung mit einem zertifizierten Erst-Trimester-Ultraschall-Screening an einer dafür zertifizierten Einrichtung angeboten werden.

Es gibt weltweit bereits einige Labors, die diese Blutanalysen durchführen. Bekannt ist z.B. der Harmony-Test, bei dem das Blut in die U.S.A. geschickt wird und dort analysiert wird. Bei an unserer Praxis abgenommenem Blut erfolgt die Bestimmung der fetalen DNA in Konstanz am Bodensee durch den PraenaTest der deutschen Firma Life Codexx.

Die Entdeckungsraten, die allgemein mit cfDNA-Tests möglich sind, wurden in einer Metanalyse 2016 bewertet:



Quelle: Taylor-Phillips S, Freeman K, Geppert J et al. Accuracy of non-invasive
prenatal testing using cell-free DNA for detection of Down, Edwards and
Patau syndromes: a systematic review and meta-analysis. BMJ open
2016; 6: e010002

Vor jeder genetischen Abklärung steht eine eingehende Beratung über die Bedeutung und Tragweite einer eventuellen genetischen Testung sowie das Einholen der Zustimmung der zu testenden Person. Genetische Diagnosen werden stets nur im persönlichen Gespräch mitgeteilt und mögliche Konsequenzen eingehend besprochen.
 



Humangenetik

Die Molekular- und Zytogenetik nimmt in der modernen Medizin einen immer größeren Stellenwert ein. In Österreich wurde daher ein Diplom-Fortbildungsprogramm geschaffen, um einen hohen Standard in diesbezüglichen Beratungsfragen sicherzustellen. Dr. Martin Swoboda ist seit 2007 Inhaber des Diploms für Humangenetik der ÖÄK.

In Zusammenarbeit mit spezialisierten Genetiklabors und - Instituten ist es damit möglich, Frauen und Paare gezielt zu beraten und abzuklären bei ...

  • unerfülltem Kinderwunsch hinsichtlich möglichen Zusammenhangs mit genetischen Besonderheiten
  • Frage nach der Erblichkeit bestimmter Erkrankungen und Störungsbildern in Bezug auf Familienplanung
  • Abklärung beim rezidivierenden Abortus (häufigen Fehlgeburten)
  • Stoffwechselerkrankungen (z.B. Mukoviszidose, PKU, ...)
  • Indikationsgerechte Zuweisung zur Beratung und Abklärung hinsichtlich genetischen Brust- und Eierstockkrebses (BRCA1 und BRCA2-Mutationen)
  • Molekulargenetische Analysen ("Chipdiagnostik", z.B. hins. cardiovaskulärer Risiken, Osteoporoserisiko, ...)
  • pränatale genetische Analysen (Fruchtwasseranalyse, Zuweisung zur Chorionzottenbiopsie, NIPD – nicht-invasive Pränataldiagnostik)   




Beckenboden - Harnverlust

Der Beckenboden der Frau ist ein komplexer Funktionskreis, der im Laufe des Lebens vielen Belastungen ausgesetzt ist und verhältnismässig oft zu - oft langsam entwickelnden und viel zu wenig beachteten - Beschwerden führen kann.

Die Beckenbodenschwäche, die ihre klinische Erscheinung in "Senkung" oder gar "Vorfall" des inneren Genitales (der Scheide mit darunterliegendem Mastdarm oder Harnblase oder auch der Gebärmutter) findet, gehört auch heute noch zu den wesentlichen Einschränkungen der Gesundheit der Frau.

Mögliche Erscheinungsbilder einer Beckenbodenschwäche:

  • Absenken oder Hervortreten der Harnblase in/vor die Scheide
  • Absenken oder Hervortreten des Mastdarmes in/vor die Scheide
  • Absenken oder Hervortreten der Gebärmutter in/vor die Scheide
 

Damit verbunden ist oft ...

ein unspezifisches "Senkungsgefühl"
ein "Fremdkörpergefühl" vor dem Scheideneingang
das Gefühl unvollständiger Stuhlentleerung oder Schmerzen beim Stuhlgang
das Gefühl unvollständiger Harnentleerung oder Schmerzen beim Harnlassen und
eine mögliche sogenannte "Streß- oder Belastungsinkontinenz", also unwillkürlicher Harnverlust meist ohne Harndrang, der sich anfänglich meist in stoßweisem Harnabgang beim Husten, Niessen und Lachen äussert, später aber auch schon bei leichter körperlicher Belastung und schlußendlich auch schon im Liegen auftreten kann.


Welche Behandlungsoptionen gibt es ?

Lange Zeit musste man sich mit Harnverlust mehr oder weniger abfinden - operative Methoden waren kompliziert und die Heilungsaussichten waren gering. Senkungszustände traten auch nach Operationen häufig wieder auf (Rezidive) und machten neuerliche Operationen notwendig.

Heute kann man Sie durch eine große Palette an Möglichkeiten führen und Ihnen beratend zur Seite stehen. Meist wird nach einer "konservativen Therapie", wo sie unter fachkundiger Leitung z.B. am Beckenbodenzentrum des Krankenhauses Ried im Innkreis  Beckenbodentraining mit sogenanntem Biofeedback (ihr Trainingserfolg kann am Computer kontrolliert werden) durchführen, bei mangelndem Erfolg eine operative Intervention notwendig werden.

Hier stehen uns heute eine breite Palette modernster Operationsverfahren zur Verfügung, die Ihnen meine "Heimatabteilung" am KH Ried im Innkreis anbieten kann.

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Psychologische Hilfe und Psychosomatik:

Psychologische Hilfestellung bei schwerwiegenden Diagnosen ist im Rahmen unserer Praxisgemeinschaft jederzeit möglich.

Moderne Medizin für Frauen ist ohne eine gleichzeitige und individuelle Betrachtung körperlicher, psychischer und sozialer Faktoren nicht denkbar.

Insofern fassen wir die die "psychosomatische Grundhaltung" unserer Praxisarbeit als eine Medizin der Beziehungen von Menschen - in erster Linie natürlich unserer Patientinnen und dem Arzt - auf.
 
Als psychosomatische Medizin verstehen wir also eine ärztliche Grundeinstellung, bei der in der Diagnostik und Therapie von Krankheiten und Störungsbildern seelische und soziale Faktoren mit zu berücksichtigen sind.

Besondere Betrachtungsfelder können hierbei sein ...

·         Essstörungen ("Magersucht") und andere Körperbildstörungen
 
·         sexuelle Probleme und Libidostörungen (Störungen des sexuellen Verlangens)
 
·         Psychosomatik in der Pränataldiagnostik
 
·         Psychosomatisch orientierte Diagnostik und Therapie bei Fertilitätsstörungen (Kinderwunsch)
 
·         Psychische Erkrankungen in Schwangerschaft und Stillzeit
 
·         Trauer bei ungewolltem oder herbeigeführtem Kindesverlust
 
·         Abklärung somatoformer Schmerzstörungen (Unterleibschmerzen)
 
·         somatoforme Erscheinungsbilder bei depressiven Ekrankungen
 
·         Hilfe bei Störungen der Geschlechtsidentität

Zusammen mit unserer Klinischen Psychologin und Psychotherapeutin Fr. Mag. Carolin Unger-Swoboda, aber auch in Zusammenarbeit mit weiteren von uns anerkannten PsychotherapeutInnen und psychosozialen Einrichtungen (z.B. ProMente Oberösterreich) können wir unseren betroffenen Patientinnen und deren sozialem Umfeld eine umfassende Abklärung und Hilfestellung anbieten.



Praxis für Frauenheilkunde und Psychotherapie
phone: +43 77 52 - 84 222      
fax: +43 77 52 - 84 222 - 22
mail: ordi.swoboda@gmx.at   
   

p: +43 77 52 / 84 222
f: +43 77 52 / 84 222 - 22
mail: ordi.swoboda@gmx.at
p: +43 77 52 / 84 222
f: +43 77 52 / 84 222 - 22
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